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 Totale Verzweiflung - Axillaabszesse

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Frekja
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BeitragThema: Totale Verzweiflung - Axillaabszesse   Mo 2 Mai 2011 - 20:26

Hallo Zusammen,

ich muß mich mal bei jemandem Ausheulen, der wirklich nachvollziehen kann, wie ich mich fühle.
Der ganze Mist fing bei mir, 34 Jahre, Mitte Dezember letzten Jahres mit einem kleinen Knoten in der rechten Achselhöhe an. Dieser wurde ambulant unter örtlicher Betäubung gespalten. Zuerst ging es mir auch direkt besser, da die Schmerzen natürlich sofort deutlich nachließen. Doch dann kamen immer mehr Knoten dazu, einschließlich einer schönen Pflasterallergie, so dass die Haut am Ende ziemlich mitgenommen aussah. Vor Weihnachten wurde ein weiterer Knoten ambulant gespalten.
Nach Weihnachten sah, und vor allem fühlte, sich die Achselhöhle nicht wirlich besser an, so dass ich zur Kontrolle in die Ambulanz ging, wo man mir mitteilte, dass diese Art von Abszess nicht mehr ambulant, sondern nur noch stationär in Vollnarkose entfernt werden könnte. Nach der OP habe ich erfahren, dass nach Untersuchung des Eiterherdes bei mir Hidradenitis Suppurativa vorliegt, was bedeuten könnte, dass mit weiteren Abszessen zu rechnen sei. Was denn dann auch der Fall war. Nach dieser OP kamen leider noch 1 - 2 Knoten nach, so dass ich direkt am 03. Januar diesen Jahres eine Axillaausräumung machen lassen mußte. Die Wunde wurde genäht, ging allerdings nach einer Woche zum Teil eitrig von alleine auf, so dass die halbe Naht in einer weiteren OP wieder eröffnet wurde. Den gesamten Januar über hat mein Arbeitgeber mich nicht zu Gesicht bekommen. Aber die Wunde schloss sich zum Glück recht schnell, so dass ich ab Februar wieder arbeiten gehen konnte und meine Ruhe hatte, bis Mitte März ein Knoten in der linken Axilla zum Vorschein kam, welchen ich in einer erneuten OP ausschneiden ließ mit sek. Wundheilung. Diese Wunde heilte zwar ebenfalls gut, allerdings bildeten sich am Wundrand Anfang April zwei neue Knoten. Also auf zur nächsten OP, welche mir ein 5x5 cm offenes Loch unter dem Arm bescherte. Damit nicht genug, tauchten nach einer Woche weiter Knoten auf, so dass ich vor zwei Wochen auch links eine Axillaausräumung vornehmen ließ.
Seit heute bin ich bin wieder arbeiten und hoffe, dass ich jetzt meine Ruhe haben werde.

Wenn ich mir so die Beiträge hier durchlese, weiß ich, dass ich noch zu den "Glücklichen" gehöre, die erst seit kurzem damit zu tun haben. Und zum Glück ist bisher meine Leiste nicht betroffen. Aber für mich sind diese ewigen Krankenhausaufenthalte und OP einfach zum Verzweifeln und ich habe Tage, an denen ich nur noch heule. Meine Familie ist zwar für mich da und mein Arbeitgeber hat bisher auch Verständnis gezeigt, aber dieses ewige "Oh, du Ärmste, schon wieder ein Abszess? Woher kommt das denn, ich kenn keinen, der damit so Probleme hat." hilft mir nicht weiter und reißt mich ehrlich gesagt immer weiter nach unten. Und wenn ich in euren Berichten lese, dass ihr z. T. schon seit Jahren damit zu kämpfen habt, wird mir Angst und Bange und ich fange schon wieder an zu heulen, obwohl ich mir fest vorgenommen habe, dass jetzt nur noch alles gut werden wird.

Habt ihr denn seit Ausbruch eurer AI zwischendurch auch mal Ruhe gehabt und Phasen, vor allem längere, in denen keine Abszesse auftraten? Oder begleiten euch diese däm... Knoten ständig?

Vielen Dank, dass ich euch die Ohren volljammern durfte, aber ich bin echt am Verzweifeln.

LG,
Frekja
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Hanni-Biggi
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Ziege
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BeitragThema: Re: Totale Verzweiflung - Axillaabszesse   Di 3 Mai 2011 - 4:49

Guten Morgen Frekja,
sein erst einmal ganz herzlich vcb in unserer Mitte. Schön, Dich bei uns zu haben, auch wenn es immer wieder ein unschöner Anlass ist. Um gleich Eines vorweg zu nehmen. Nein, wir AIler sind nicht immer mit Entzündungen und Fistelgängen "behaftet"! Bitte versuche, Dich ein wenig zu beruhigen, denn glaub mir, man kann sich mit der AI ganz gut arrangieren. Sicher, Zu Anfang ist es schwer, denn es braucht schon eine Menge Geduld. Es gibt auch verschiedene Schweregrade der Erkrankung. Einige haben zwischen den Schüben mehrere Monate, manchmal sogar Jahre Ruhe.
Was bei uns Allen hilft, sind ein paar grundsätzliche Umstellungen im Leben. Das Wichtigste ist die Umstellung der Kleidung. Es ist am ratsamsten, die Kleidung auf Baumwolle oder Microfaser umzustellen und sie nicht so eng zu kaufen.
Bei mir hat auch die Umstellung der Ernährung geholfen. Fettarm, viel Obst und Gemüse und viel trinken (keine süßen Säfte). Auch mit Salben kann man Einiges bewirken, aber, da muss schon Jeder für sich sein Patentrezept heraus finden. Du findest eine Menge Tipps in der Kategorie Kniffe zur Bekämpfung der AI. Schau Dich in aller Ruhe um!
Du jammerst uns nicht die Ohren voll, und wenn Du weitere Fragen hast, oder Deinen Frust einfach mal herunter schreiben möchtest, kannst Du uns jederzeit fragen und das tun. Es ist immer Jemand da, so dass Du ganz schnell eine Antwort bekommst.
Lass Dich nicht unterkriegen und versuche, wieder ein normales Leben zu führen. Das hilft am meisten!
Ich wünsche Dir vom ganzen Herzen, dass Du jetzt ganz lange Ruhe hast und Dein Leben wieder in vollen Zügen genießen kannst.
Einen ganz lieben Gruß Biggi

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BeitragThema: Re: Totale Verzweiflung - Axillaabszesse   Di 3 Mai 2011 - 8:39

Hallo Frekja,


auch von mir ein Hallo in unserer Runde.

Ich schließe mich den Worten von Biggi an..sie hat genau das geschrieben, was ich dir auch sagen wollte..................

Es ist wirklich schlimm, wenn man mit Ai behaftet ist,aber versuche die positiven Seiten des Lebens zu sehen.....................und: das Glas ist halber voll, NICHT halber leer.

Auch du wirst deine Erfahrungen machen und vieles ausprobieren und eines Tages etwas finden, was dir hilft................


Wir alle haben manchmal die Schnauze voll und schreiben uns hier dann unsern Frust von der Seele......und es hilft, weil wir hier verstanden werden............

So und nun Kopf hoch

LG

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BeitragThema: Re: Totale Verzweiflung - Axillaabszesse   Di 3 Mai 2011 - 13:58

Hallo Frekja!

Ein freundliches und herzlich Willkommen in unserem Trüppchen.
Was bleibt mir nach den Worten von Biggi und Klara noch zu sagen? Ausser, fühl Dich hier bei uns wohl und gut aufgehoben, verstanden und lern uns kennen.

Herzliche Grüsse und alles Liebe für Dich, Iris

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BeitragThema: Re: Totale Verzweiflung - Axillaabszesse   Mi 4 Mai 2011 - 6:44

Guten Morgen Frekja,

mir gehts genauso wie Iris,
Klara und Biggi haben eigentlich schon alles gesagt, wie ich es auch tun würde.

strei Fühl Dich mal gedrückt - und verzweifel nicht - setz Dich nicht dem Gedankenstreß aus, denn das mag die AI - Streß!
Vielleicht versuchst Du auch erstmal beim ersten Ertasten, den Abzsess mit "Schmieren" in Schach zu halten. Manchmal verkrümeln sich die Dinger auch wieder.

Schau Dich hier um und frag was das Zeug hält. Hier ist immer jemand da.

Gute Besserung und Liebe Grüße Christine
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BeitragThema: Re: Totale Verzweiflung - Axillaabszesse   Mi 4 Mai 2011 - 8:44

Hallo Frekja,

Auch von mir ein Herzliches Willkommen bei uns, wie dir die anderen ja schon alle sagten gibts auch mal auszeiten wie ich sie gerne nenne. Mir gings am anfang genau wie Dir oder jedem neuen man hat angst was auf einen zukommt, aber wenn man einige sachen berücksichtigt kann man sehr gut sich mit seiner AI gut angerschiren
, Tipps findest Du ja genug und wenn Du was wissen magst nur raus damit.

Liebe Grüße, Manuela
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Frekja
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BeitragThema: Re: Totale Verzweiflung - Axillaabszesse   Mi 4 Mai 2011 - 21:11

Hallo Ihr Fünf,

vielen herzlichen Dank für Eure schnellen, und vor allem so lieben und aufmunternden, Antworten. dank
Ich hab mich hier mal im Forum ein klein wenig eingelesen und muß sagen, ich bin beeindruckt, wie positiv Ihr mit dem ganzen Mist umgeht. Zwischenzeitlich habe ich doch von einigen Schicksalen gelesen, die ja über Jahre hinweg immer wieder auftreten. Und momentan weiß ich echt nicht, woher Ihr die Kraft nehmt.
Bisher habe ich mich eigentlich immer als einen positiv eingestellten Menschen gesehen, hab viel gelacht, etc. Und auch der Spruch: "Alles was kommt, oder passiert, ist für irgendwas gut im Leben". Aber momentan erkenne ich mich einfach selber nicht mehr. Ich heule total viel, oft auch einfach zwischendurch und kann kaum mit jemandem über die letzten Wochen reden, ohne dass die Tränen kullern. Und wofür DAS gut sein soll, kann ich beim besten Willen nicht erkenne.
Ich versuche mir zwar auch die ganze Zeit zu sagen, dass es nur besser werden kann, vor allem nachdem ja auf beiden Seiten schon eine ganze Menge aus den Achseln entfernt worden ist. Aber jeder neue Knoten ist wie ein Schlag in´s Gesicht.
Ich habe es schon versucht, sobald ich auch nur den Ansatz einer Verhärtung spüre, diese mit Salbe aus der Apotheke zu bezwingen. Leider ohne Erfolg, die Dinger wachsen einfach munter vor sich hin. Und auch die vom Arzt verschriebene Fucidine - Salbe hat leider bei keinem einzigen Knoten angeschlagen, so dass alle operativ entfernt werden mußten, da keiner von alleine platzen wollte.

Gefühlsmäßig geht es mir heute so lala. In die am Freitag punktierte Stelle ist leider erneut Flüssigkeit gelaufen und auch die zweite dicke Stelle hat sich nicht zurück gebildet. Kommenden Freitag muß ich erneut zur Kontrolle und habe einfach echt Schiß, dass die Wunde wieder eröffnet werden muß, um die Flüssigkeiten zu entleeren. Ich bin das Krankenhaus und den OP-Saal so leid.
Aber es gibt auch positives zu berichten: die frische Narbe (Fäden wurden letzten Fr. gezogen) sieht gut aus, hat sich im Gegensatz zur letzten Narbe nicht selber geöffnet und auch die "schöne" Rotfärbung um die Narbe herum ist schon deutlich besser und heller geworden.

Habt Ihr irgenwas an Eurer Ernährung umgestellt? Verzichtet Ihr komplett auf Fleisch, oder ist Euch aufgefallen, dass es evtl. am Schweinefleisch liegen könnte? Als Tipp habe ich auch bekommen, keine Eier mehr zu essen. Hat das bei jemandem von Euch geholfen?

Vielen lieben Dank schon mal im voraus für Eure Antworten.

LG,
Frekja
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BeitragThema: Re: Totale Verzweiflung - Axillaabszesse   Do 5 Mai 2011 - 9:57

Hallo Frekja,

na siehste es gibt auch Positives zu berichten - das ist doch super.

Weißte, die Heulereii ist schon ok so - ich bin auch ein lustiger, lebensfroher Mensch, aber letzte Woche nach meiner OP - war ich das heulende Elend meine Nerven lagen blank.
Es ist nur wichtig, dass man sich nicht in diesem Down vergeht. Vielleicht haben wir alle die Krankheit, weil der liebe Gott da oben weiß, dass wir stark genug sind, damit umzugehen (neee ich bin nicht wirklich gläubisch - aber vielleicht hilft ja dieser Gedanke, hm?!)

Ernährung spielt auch eine Rolle - also bei mir beobachtet ich, weglassen von Fett und Süß, dann gehts und als ich mal 30 kg weniger hatte, war es auch nicht so ausgeprägt.
Tja was die Eier bewirken sollen weiß ich nicht, ich esse selten welche.
Teste es doch einfach aus. Aber klar ist, das diese Erkrankung meistens nur dann wegbleibt, wenn die betroffene Region großzügig saniert wird. Und das auch nur zu 80%.

Ich drück Dir für morgen auf alle Fälle die Daumen,

LG Christine
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BeitragThema: Re: Totale Verzweiflung - Axillaabszesse   Fr 6 Mai 2011 - 7:23

Hallo Frekja!

Das wenigstens die Narbe nicht aufgegangen ist und es damit wenig Probleme gibt, freut mich sehr.
Ich kann Christine nur beipflichten, ab und an müssen auch mal Tränen kullern dürfen, auch wenn man irgendwann mal recht gut mit der Ai leben kann. Ist ja ein schöner M..., das Fucidine nicht bei Dir hilft. Ich hab immer mit Voltarencreme gute Erfahrungen gemacht. Hast Du das schon mal probiert?
Ja, auch ich hab meine Ernährung umgestellt, nur wenig rotes Fleisch, viel frischen Gemüse und vor allen Dingen keine Milch. Das lösst bei mir sofort eine Reaktion aus, bei Eiern hab ich noch nie was bemerkt, bin aber auch kein Eieresser. Es wird bei jedem unterschiedlich sein, das einzige was uns eint, ist der Stress auf den die meisten von uns mit Abszessen reagieren.
Was Christine über die grosszügige Sanierung geschrieben hat, kann ich auch nur so bestätigen. Alle sanierten Stellen sind bei mir ohne neue Ai geblieben.
Für die Kontrolle heute alles Liebe, berichtest Du bitte dann später?

Herzliche Grüsse, Iris

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Frekja
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BeitragThema: Heute erstmal keine OP :-)   Fr 6 Mai 2011 - 17:37

Hallöchen Zusammen,

nachdem ich heute morgen im Krankenhaus zur Kontrolle war, darf ich tatsächlich das Wochenende und die Sonne Zuhause genießen.
Gestern abend sah das wirklich nicht danach aus, die Narbe war wieder deutlich röter und angeschwollen. Ebenso der Oberarm um die Narbe und auch die Schmerzen hatten deutlich an Intensität zugenommen. Doch in der Nacht muß sich der Pfropf, der die Punktionsstelle verschlossen hat (u. auch beim Duschen und Trockenreiben nicht verschwinden wollte) gelöst haben, denn mein Nachthemd war total eingesaut und vor allem klatschnass. Nach dem Duschen habe ich dann festgestellt, dass ich irgendwie im Arm "undicht" war und an der besagten Stelle stetig vor sich hin tropfte.
Eine Stunde später saß ich dem Doc gegenüber und die drei auf die Narbe gepressten Kompressen waren durch. Naja, der Doc hat sich das ganze angesehen, vorsichtig ausgedrückt und per Ultraschall kontrolliert. Logischerweise war die Flüssigkeitsansammlung kleiner geworden (klar, der Rest lief ja auch Wasserhahn-ähnlich aus). Da es sich bei dem Doc jedoch "nur" um einen Assistensarzt handelt, und die beiden Axillarausräumungen vom obersten Oberarzt durchgeführt wurden, soll der dann Anfang nächster Woche lieber selber nochmal einen Blick drauf werfen. Aber es könnte durchaus sein, dass die Narbe doch nochmal geöffnet werden müßte, um die undichte Lymphstelle evtl. zu veröden. D.h. jetzt erstmal das WE genießen und nächste Woche nochmals mit Bangen in die Klinik fahren.

@ Sirius: Nein, Voltaren habe ich noch nicht ausprobiert, da ich sie eigentlich nur als Sportsalbe, also für stumpfe Verletzungen, kenne. Oder redest Du von einer anderen Salbe?

Wie hat sich bei Euch die AI entwickelt? Hattet Ihr direkt in den Achseln und der Leiste Probleme, oder fing es erst in der Achsel an und die Leiste kam später dazu?
Habt Ihr nach Euren Achsel-OP´s zusätzlich zu den Narben noch weitere Beschwerden, oder Einschränkungen? Bei mir sind im rechten Arm mehrere Nerven in Mitleidenschaft gezogen worden, so dass ich im Oberarm, dem Ellebogen und dem Unterarm ein taubes Gefühl, sowie stellenweise Schmerzen oder ein Kribbeln habe. Aber zum Glück sind keine motorischen Ausfälle aufgetreten und auch die Finger fühlen ganz normal. Und im linken Arm ist auch nur der Oberarm nervtechnisch betroffen. Hat von Euch ebenfalls jemand Probleme mit den Nerven? Wenn ja, nehmt Ihr irgendwelche Medikamente oder Präparate dagegen? Zu Beginn, also Jan. / Feb. über, habe ich Lyrica eingenommen, aber so richtig geholfen hat es nicht. Von daher nehme ich momentan nix dagegen, oder dafür, ein.

An der Stelle übrigens nochmals vielen lieben Dank, dass Ihr so schnell antwortet und immer aufmunternde Worte für einen habt. Bravo Ich hoffe, es ist nicht schlimm, falls mein Gejammer-Schreibsel hier länger aufällt?

So, dann hoffe ich, dass es Euch momentan soweit ganz gut geht und wünsche Euch schon mal ein schönes nbv

LG,
Frekja

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Ziege
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BeitragThema: Re: Totale Verzweiflung - Axillaabszesse   Fr 6 Mai 2011 - 18:33

Hallo Frekja,
nein. Du kannst hier so oft und so viel rein schreiben, wie es Dir gut tut, denn dafür ist das Forum doch da!
Bei mir fing die AI völlig a-txpisch an, nämlich auf dem Rücken. Allerdings hat meine damalige Ärztin auf Furunkelose behandelt. Die richtige Diagnose habe ich erst 2001 bekommen.
Bis sich die Nervenenden wieder finden, kann eine lange Zeit ins Land gehen. An, Du hast aber auch eine Menge durch. Bei mir ist es so geblieben, dass ich rechts am Oberarm keine Empfindungen mehr habe. Das kommt auch darauf an, wie tief sie schneiden mussten. Nein, Medikamente nehme ich nich dagegen ein. Ich habe mich mittlerweile daran gewöhnt.
Für den nochmaligen Aufenthalt wünsche ich Dir von ganzem Herzen toi, toi, toi. , ganz bestimmt.
Um mal das Thema voltaren aufzunehmen. Es gibt hier Einige, die mit Voltaren gute Erfahrungen gemacht haben, und ja, es ist die Sportsalbe. Eine Betroffene hat mal die Salben verwechselt und gemerkt, dass ihr voltaren hilft. Seitdem haben eben mehr gute Erfahrungen damit gemacht.
Ich wünsche Dir auch ein wunderschönes Wochenende. Mach es Dir richtig schön, und gönne Dir etwas.
Alles Liebe Biggi

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BeitragThema: Re: Totale Verzweiflung - Axillaabszesse   Sa 7 Mai 2011 - 8:45

Guten MOrgen Frekja,

schön, geniesse Dein WE zUHAUSE!!!

Aber das hört sich ja ätzend an, dass alles rauslief - war aber wohl gut so.
Zu den Achsel-OPs kann ich nicht viel berichten.
Bei fing es in den Innenoberschenkel und Leistengegend an und irgendwann bekam ich die Teile unter den Armen und an der Unterbrust. Dort haben sich aber noch keine Fistelgänge gebildet.

Ja, Voltaren hab ich auch aus diesem Forum und gute Erfahrungen gemacht. Bekannt ist ja Voltaren, dass sie gegen Entzündungen ist (klar eigentlich nur für Sportverletzungen), somit hab ich sie auch immer auf die Teile geschmiert.
Was noch gut hilft - meine Erfahrung - ist Neo BalistolÖl. Aber das nur, wenn diese Mistviecher klein und im Anfangsstadium sind. Das ist ein Hausmittel.

Leider müssen wir immer mal wieder was anderes ausprobieren, weil das "Altbewährte" nichts mehr half.

Für nächste Woche drück ich die Daumen.

Hab ein schönes WE.
LG CHristine
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Frekja
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BeitragThema: Re: Totale Verzweiflung - Axillaabszesse   Di 10 Mai 2011 - 20:52

Hallo Ihr Lieben,

ich hoffe, es geht Euch so weit ganz gut und Ihr habt das Wochenende genießen können? Ich habe es jedenfalls, wobei ich gestehen muß, dass ich die meiste Zeit nur faul auf dem Balkon, oder zum Abkühlen auf der Couch, verbracht habe. Aber es war toll, einfach mal nix tun und zu versuchen, nicht an Achseln und "Menschen in blauer oder grüner OP-Kluft" zu denken.

So richtig toll hat sich der tropfende Arm nicht angefühlt, aber es hat auch nur bis Samstagabend angehalten, dann war die Öffnung wieder verklebt. Die, wahrscheinlich durch´s Ausdrücken, leicht aufgeplatzte Narbe hat sich jedoch leider noch ein wenig mehr geöffnet, zum Glück jedoch ohne zu Bluten. Halte ich mal für ein gutes Zeichen.
Gestern habe ich dann im Krankenhaus angerufen, um einen Termin beim Ober-Oberarzt zu machen. Wie vermutet, befindet dieser sich aber noch im Urlaub, der Glückliche. Naja, hab dann halt für heute morgen nen Termin bei nem anderen Oberarzt gemacht. Der hat dann heute die wieder angestaute Lymphe herausgedrückt und ist der Meinung, dem Ganzen doch nochmal 2-3 Wochen Zeit zur Heilung zu geben. Kann ich ja auch nachvollziehen, bin ja auch nicht scharf auf ne neue OP. Hoffe nur, dass alles bis Ende Mai im Lot ist, da ich gerne in Urlaub fliegen möchte.
Doch dann kam der Hammer: da meine poststationäre Behandlung abgelaufen ist, brauche ich für Freitag (nächster Kontrolltermin) eine neue Einweisung für´s KH. Bin also zu dem empfohlenen Doc, ebenfalls Chirurg, der jedoch eher überweist, als alles selber schneiden zu wollen. Und dann schaut der sich die Narbe an und das erste was er sagt: "Sie brauchen also die Einweisung, damit operiert werden kann, oder? Da hat sich was neues gebildet und die Narbe ist entzündet. Außerdem ist die Narbe ja total hart. Das muß geöffnet werden. " 26 Ich glaub´s nicht, das ist das totale Gegenteil von dem, was der Doc im KH gesagt hat. Im ersten Moment hab ich gedacht, ich fall dem Arzt von der Bank. Auf dem Weg zur Arbeit hab ich komplett neben mir gestanden. Haben mir meine Kollegen natürlich auch direkt angesehen und konnten es auch alle nicht verstehen.
Egal, ich warte jetzt erstmal bis Freitag ab und klär das dann mit dem KH. Der überweisende Chirurg hat mir einen Brief für die Kollegen mitgegeben, bin mal gespannt, was dann der Oberarzt meint.

So, dann wünsche ich Euch noch einen schönen Abend.

LG,
Elke
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