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 Meine Geschichte und was mir (derzeit) hilft

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Juna
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BeitragThema: Meine Geschichte und was mir (derzeit) hilft   Sa 11 Aug 2018 - 9:14

Liebe AI Betroffenen,

ich bin schon länger stille Mitleserin und habe- nachdem es mir mit AI deutlich besser geht- mich aufgerafft zu schreiben und hoffe, dem einen oder anderen vielleicht damit helfen zu können!

Abszesse begleiten mich seit meinem 16. Lebensjahr- also zwölf Jahre. So „richtig“ begonnen hat alles 2014. meine Achseln waren ständig entzunden ubd voll mit riesigen Abszessen. Ich konnte teilweise meinem Bürojob nicht mehr nachgehen, weil ich nicht mal mehr auf der Tastatur arbeiten konnte da die Schmerzen so groß waren. Dadurch habe ich auch laufend Jobs verloren bzw. habe mich auf Grund der vielen Krankentage so unwohl gefühlt, dass ich selbst gekündigt habe. Ich musste die Abszesse sehr oft aufschneiden lassen, nahm wochen- oder monatelang Antibiotika und nichts half. 2017 kamen dann die ersten offenen Stellen,
Narben und Löcher, aus denen permanenr Sekrer austrat. Im Sommer war es am schlimmsten. Die psychische Belastung brauche ich, denke ich, gar nicht erwähnen, da ihr das sicherlich zu genüge kennt. Ich war bei zig Ärzten, niemand konnte mir helfen und ich bekam nur Blicke voller Mitleid. Einmal habe ich einen guten Assistentarzt im Krankenhaus erwischt, welcher mir AI im 3. Stadium diagnostiziert hat. Bis dahin wusste ich nicht mal, dass es diese Krankheit gibt. Seither habe ich nichts unversucht gelassen, dass sich meine Symptome nicht mehr verschlimmern. Antibiotika, antibiotische Salben, Betonit, vegane Lebensweise, Moxen, Akkupunktur... ich kann die Liste endlich weiterführen.... nichts half, ich wurde immer verzweifelter und wusste nicht mehr weiter. Zum Glück habe ich einen tollen Mann an meiner Seite, der mich immer wieder aus meinen Tiefs geholt hat und zu 100% zu mir steht.

Vor ca. drei Monaten habe ich ein Buch gelesen, dass Nachtschattengewächse die Schuld an AI bzw. den permanenten Entzündungen gibt. Hier wir auch vom „Autoimmunprotokoll“ erzählt. Ich habe schon alles probiert, warum nicht auch das? Vor dem Start war ich noch am Meer- das Salzwasser tat unheimlich gut und meine Abszesse, sowie meine dunklen Narben gingen zurück bzw. wurden blasser. Nun, seit 8 Wochen esse ich keine Nachtschattengewächse, verzichte gänzlich auf Kuhmilch und Schweinefleisch und esse vorwiegend glutenfrei statt Weizen.
Zweimal in der Woche nehme ich Meersalzbäder, als Deo verwende ich Basendeo und als Duschgel verwende ich ausschließlich Basenduschgel.

Seit 8 Wochen habe ich keine Abszesse mehr, meine Narben gingen leicht zurück (sie werden niemals verschwinden), ich kann meine Achseln wieder trocken Rasieren (davor habe ich die Achselhaare mit der Nagelschere geschnitten). Ich bin fitter, ausgeglichener, weniger müde und glücklicher! Ich habe so viel Lebensenergier zurück bekommen. Seit ca. vier Jahren bin ich das erste Mal in meinem Leben länger als eine Woche beschwerdefrei- und das sogar im Sommer! Mein Darm erholt sich (die Antibiotika haben ihn sehr kaputt gemacht) und es fühlt sich einfach nur toll an, dass meine Krankheit „Stillstand“ hat.

Ich kann niemanden versprechen, dass es bei anderen auch so wirkt, aber ich kann jedem empfehlen, es zumindest zu versuchen und selbst zu erfahren, ob es euch hilft oder nicht- ich wünsche es zumindest jeden einzelnen! Ich weiß nicht, ob dieser Zustand für immer ist oder wie lang er anhält, aber alleine diese 8 Wochen ohne Schmerzen und Symptome sind es mir wert, es weiterhin durchzuziehen.

Alles Liebe euch allen,
Juna
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Teddybär
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Hahn
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BeitragThema: Re: Meine Geschichte und was mir (derzeit) hilft   Sa 11 Aug 2018 - 10:57

Hallo Juna,

vielen Dank für die ausführliche Vorstellung. Und ja, 2 Monate ohne Beschwerden, das ist schon was. Nachtschattengewächse stehen tatsächlich im Verdacht, Auslöser für Entzündungen und damit auch für AI zu sein. Vielleicht hast Du mit der Vermeidung dieser Lebensmittel sowie dem Verzicht auf Weizen und Milchprodukte ( "die Mich macht's" ist eine Erfindung der Werbeindustrie und somit absoluter Blödsinn. Milch ist Babynahrung, und sonst gar nichts und sollte von Erwachsenen gemieden werden!)
die Wurzel allen Übels eliminiert. Das wünsche ich Dir jedenfalls von ganzem Herzen.

Es wäre schön, nochmal von Dir zu hören, bis dahin

Liebe Grüße

Michael
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Carolin441



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BeitragThema: Re: Meine Geschichte und was mir (derzeit) hilft   Di 25 Sep 2018 - 6:40

Hallo Juna,
Ich hab ein ähnliches wenn nicht sogar das Gleiche Buch wie du gelesen, es heißt: Akne Inversa- Geheilt von Michael Neurer. Es gibt ja mehrere Bücher die das gleiche behaupten. Ich mache das jetzt schon seit 4 Wochen und wollte fragen, ab wann du diese Besserungen erfahren hast?

LG Lara

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Juna



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BeitragThema: Re: Meine Geschichte und was mir (derzeit) hilft   Mi 26 Sep 2018 - 12:39

Hallo Lara,

nach ca. zwei Wochen bemerkte ich, dass nichts neues mehr nach kommt und die gefüllten Narben sind langsam glätteten. Nach sechs Wochen wurden die Narben heller und es kam kein Sekret mehr aus den offenen Stellen. In der Zwischenzeit hatte ich einen kleinen Zwischenfall (Spaghetti Bolognese...) und es war wieder ein Abszess da, allerdings war es deutlich kleiner und weniger schmerzhafter als zuvor und ging auch wieder recht schnell zurück.

Merkst du Erfolge bis Dato? Verzichtest du nur auf Nachtschattengewächse oder vermeidest du auch Kuhmilch/Schweinefleisch/ Gluten? Ich finde diese Wiedereingliederungsphase nach AIP sehr wichtig. Da merkt man wirklich gut, womit der Körper zu kämpfen hat und wenn man das dann weglässt (das ist oft leider echt schwer)- wie besser es einem geht. Dann verzichtet man auch gerne!

Alles Liebe,
Juna
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Carolin441



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BeitragThema: Re: Meine Geschichte und was mir (derzeit) hilft   Mi 26 Sep 2018 - 15:33

Hallo Juna,
Voll gut, dass es bei dir so gut anschlägt 👍🏼 Ich verzichte mittlerweile seit vier Wochen auf Gluten und esse nur noch Pseudogetreide, außerdem esse ich keine Nachtschattengewächse, Schweinefleisch, Milchprodukte und Eier mehr. Fisch und Hähnchen oder Pute esse ich 2-3 Mal in der Woche. Ich esse sehr viel Sojaprodukte, als Alternative zu Milchprodukten.
Erfolge hab ich allerdings noch keine erlebt... Im Gegenteil ich krieg seit der Ernährungsumstellung immer wieder neue Abzesse, öfter als vorher.

War das bei dir in den ersten 2 Wochen vielleicht auch so?
Isst du außerdem viel Zucker? Bei mir ist es so wenn ich zum Beispiel Waffeln mit Rohrzucker gegessen hab, kam am nächsten Tag was. Bei natürlichen Süßungsmitteln (zb. Honig) ist mir das noch nicht aufgefallen.
Und isst du dann nur Glutenfrei oder nur Buchweizen, Amaranth, Quinoa und sowas (eben Pseudogetreide)?

Danke für deine Antwort

Liebe Grüße Lara

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Juna



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BeitragThema: Re: Meine Geschichte und was mir (derzeit) hilft   Mi 26 Sep 2018 - 21:02

Soja ist auch nicht allzu gut für den Darm- versuche vielleicht auch das weg zu lassen. (Wenn der Darm bei mir nicht gut arbeitet, dann kommen auch vermehrt Abszesse).

Anfangs habe ich wirklich nur Gemüse/Obst und Fleisch gegessen, nach ein paar Wochen dann glutenfreie Dinge versucht (diese esse ich nach wie vor, allerdings in Maßen) und auch Pseudogetreide. Als Alternative zur Milch nehme ich vegane Produkte (Avokadomargarine, Kokos- oder Süßlupinenjoghurt, Hafer- oder Kokoscreme für Saucen). Fleisch/Obst/Gemüse gibt es bei mir nurmehr in Bioqualität.

Ja, bei Zucker schlägt es bei mir auch noch an. Bei einem Stück Schokolade pro Tag gibt‘s bei mir keine Probleme (ich esse nurmehr vegane Schokolade- schmeckt fast wie Milchschoki :) ). Süßspeisen esse ich vielleicht jedes 2.Monat ein Stück...

Es kann natürlich sein, dass sich dein Körper umstellt- aber ich bin auch nur Laie und kann dir nicht sagen, ob das tatsächlich so ist. Hast du schon versucht zur Unterstützung in Meersalz zu baden? Das gibt‘s schon sehr günstig in der Drogerie. Ich bade 2x die Woche damit für ca 20 Minuten und das hilft mir sehr!

Achja- zur Unterstützung des Darms nehme ich Chorella-Alge ein (gibts in Kapselform). Das tut mir sehr gut.

Gib nicht auf und versuche es weiterhin- besser als Medikamente. Ich hoffe, dass du bald Erfolge siehst.
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